Dieses Jahr werden Filme auf dem Symposium präsentiert, die zum einen eine Kontinuität zum vorausgegangenen Symposium darstellen und zum anderen Premiereaufführungen in Heidelberg sind. Darüber hinaus aber zeigt das Symposium eine bemerkenswerte Aktualität, was man bei Stummfilmveranstaltungen so nicht erwartet: Palästina – Das Heilige Land im frühen Film ist nicht nur wegen des diesjährigen Schwerpunktthemas des Heidelberger Stückemarktes von Interesse, sondern auch wegen der zunehmenden Relevanz des religiösen Diskurses ein spannendes Thema.

Das Symposium sucht eine Annäherung an diese schwierigen Themen über einen Umweg. Mit den frühen Filmen und der Fotografie sollen Spuren nachvollzogen werden, deren Wirkungen, Motive und Illusionen heute noch nachklingen. Weniger Parteinahme als vielmehr ein Raum für Beobachtungen und Gespräche will das Symposium sein, denn die Bilder erzählen im wesentlichen mehr vom Blick des Okzidents auf das Heilige Land als von Palästina selbst.

Es dürfte interessant werden, ob das Publikum die fragilen Freiräume in dieser Auseinandersetzung wahrnehmen und nutzen wird.

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